Leserbrief: Monsanto-Demonstration in Bregenz – uninteressierte Politik

von Josef Bechter, Gartenstraße 6, Lochau

Genfood macht krank! Unter diesem Motto fand am 12.10.2013 in Bregenz eine Demonstration gegen den skandalträchtigen Saatgut-Konzern Monsanto statt. Ein  Dankeschön an die Sozialökonomische und -politische Plattform der StudentInnen der Fachhochschule Vorarlberg (SÖPPS) für die Organisation sowie an alle Demonstrationsteilnehmer. Aber wo waren die Politiker und Meinungsbildner?

Unser Herr Landesrat für Landwirtschaft/Natur/Umwelt… glänzte durch Abwesenheit, anstatt der Bedeutsamkeit dieses Themas durch seine Anwesenheit Ausdruck zu verleihen. Wortmeldungen wie „Nein zur Gentechnik in Anbau…“ sind zu wenig. Jährlich werden rund 600.000 Tonnen GVO-Soja (Tierfutter) nach Österreich importiert… Was ist am importierten GVO besser als am angepflanzten…?

Wo waren die Landesrätin für Schule/Bildung… und die Lehrer als Pädagogen/Meinungsbildner, da es sich hier doch um ein allgemein wichtiges Bildungsthema handelt? Anstatt dessen schickt man Jugendliche/Schüler nach Brüssel, wo sie zielgerichtet nur die schönsten Seiten der EU zu sehen bekommen, vom dort herrschenden Dilettantismus, den Lobbyisteneinflüssen, von Vertuschung, Korruption und den industriefreundlichen Zulassungsmechanismen für Genfood nichts erfahren.

Die Grünen als angebliche Umweltpartei fanden es ebenfalls für überflüssig, hier in Erscheinung zu treten. Aber was kann man denn von „weniger Belämmerten“ aus dem Politzirkus und anderen Dienern der internationalen Konzernwirtschaft in wichtigen Angelegenheiten schon erwarten.

 

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