Ein kluger Bürgermeister – der Walter Rauch!

14. März 2014

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VN-INTERVIEW.

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Walter Rauch (52), Bürgermeister von Dünserberg, zum Freihandelsabkommen

„Den Anteil alternativer Produkte erhöhen“

von Verena Daum-Kuzmanovic

Bürgermeister Walter Rauch wünscht sich „Strukturreform in der Landwirtschaft“.

WAS KANN TTIP MIT EINER INVESTITIONSSCHUTZKLAUSEL FÜR KLEINSTREGIONEN BEDEUTEN?

RAUCH: In den Geheimverhandlungen bringt die Industrielobby ihre Forderungen mit Nachdruck ein. Es ist zu befürchten, dass Qualitätsstandards und geltende Kennzeichnungsregelungen auf Lebensmittel, der Tier- und der Pflanzenschutz, die kleinstrukturierte ökologische Landwirtschaft sowie Verbraucherschutz und Umweltstandards sinken werden. Die Investitionsschutzklausel soll überdies ausländischen Unternehmen die Möglichkeit geben, gegen geltendes Recht zu klagen. Diese könnte Standardabsenkungen bei Sozial-, Verbraucher- oder Umweltschutzfragen nach sich ziehen. Wir fordern, sämtliche Betroffenen in die Gespräche mit einzubeziehen und die Ergebnisse zu veröffentlichen.

„Wir wollen die Bevölkerung einbinden und sensibilisieren.“

WALTER RAUCH

WELCHE IDEEN HABEN SIE FÜR GESUNDE ERNÄHRUNGSSICHERHEIT, NATUR-, UMWELT-, ARTEN- UND TIERSCHUTZ IN IHRER REGION IN ­ZUSAMMENARBEIT MIT KLEIN­BAUERN UND REGIONALEM HANDEL?

RAUCH: Die Regio IMWALGAU, das sind 14 Gemeinden mit etwa 37.500 Einwohnern, hat 2012 einen bedeutenden Grundsatzbeschluss gefasst, der besagt, dass der Einsatz regionaler Produkte in den Großküchen gewünscht und unterstützt werden soll. In vier Großküchen der Sozialzentren, die neben den Heimbewohnern auch die Mittagstische der Schulen versorgen, wurde ein Pilotprojekt mit dem Ziel, verstärkt regionale landwirtschaftlich Produkte zu verwenden, gestartet. Die Bedürfnisse der Küchen an die Lieferanten wurden erhoben. Demnach ist lediglich bei Milch und Milchprodukten sowie bei Rindfleisch eine Abdeckung gegeben. Bei Markt- und Feldfrüchten ist, auch saisonal bedingt, eine wesentlich höhere Nachfrage als das Angebot gegeben. Für uns lautet somit die zentrale Frage:

Wie bringt man die landwirtschaftlichen Produzenten dazu, vermehrt neue Produkte anzubauen?

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die angemessene Berücksichtigung der produzierenden Landwirtschaft in den regionalen Strategien. Eine entsprechende Verankerung in den Räumlichen Entwicklungskonzepten der Kommunen und im Leitbild Zukunft IMWALGAU sind entsprechende Instrumente dazu. Im Bereich des Natur- und Umweltschutzes wurde die Initiative Walgau-Wiesen-Wunder-Welt ins Leben gerufen sowie das Frastanzer Erfolgsmodell „Aktion Heugabel“ mit dem Ziel, jährlich 1000 freiwillige Helfer anzusprechen, walgauweit eingeführt. Zudem werden Entbuschungsaktionen zur Offenhaltung wertvoller Kulturlandschaft organisiert. Wir möchten die Bevölkerung mit einbinden und sensibilisieren und bieten dazu ein umfangreiches Exkursions- und Veranstaltungsprogramm an.

WELCHE WEICHEN MÜSSTE DIE LANDWIRTSCHAFTSKAMMER STELLEN, WELCHE ANREIZE SCHAFFEN?

RAUCH: Ich wünsche mir, dass mit einer Offensive und entsprechenden Programmen ein Strukturwandel in der Landwirtschaft eingeleitet wird. Neben der traditionellen Milchproduktion soll der Anteil an alternativen Produkten massiv gesteigert werden. Inhaltlich sind die Zielsetzungen der Ökoland Vorarlberg Strategie 2020, die u. a. besagt „Wertschätzung und Wertschöpfung von regionalen Lebensmitteln steigern“, klar und kompromisslos mitzutragen. Mit dem Projekt „Land Gut“ wurde bereits eine Weichenstellung in diese Richtung eingeschlagen.

Veranstaltung

Infoveranstaltung der Bodenseeakademie „Ökoland Vorarlberg – regionale Mitgestaltung im Europa der Regionen“ in Zusammenarbeit mit den VN und ORF V am 19. März um 20 Uhr im Funkhaus Dornbirn. Referentin: Elisabeth Köstinger (EU-Abg., Vize-Präs. d. österr. Bauernbundes), am Podium: Bertram Martin (Erzeugergemeinschaft Martinshof in Buch), Walter Rauch (Landwirt und Bürgermeister von Dünserberg). Eintritt frei. Anmeldung erbeten unter Tel. 05572 33064, office@bodenseeakademie.at, www.bodenseeakademie.at

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Heute schon eine Schnecke geküsst?

Heute schon eine Schnecke geküsst?

 

„Gärtnern im Einklang mit der Natur“

Empfehlung aus dem Vortrag von Sonja Ehrne, Bioladen Ehrne, Gisingen

„Kooperation mit der Natur“ – mehr zum Autor und seiner Arbeit

 

 

 

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„Plastik über alles!“ – Preisgekrönter Dokumentarfilm

Temperaturbeständig, stabil und fest – das ist Plastik und genau das bringt auch viele Probleme mit sich: Da sich Plastikmüll nicht wie organische Stoffe zersetzt, wird er für die Umwelt zu einer wachsenden Gefahr: Und hier setzt der preisgekrönte Dokumentarfilm „Plastik über alles“ an.

arte: Plastik über alles – Eine Welt aus Plastik

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Die Zukunft pflanzen

Eine aktive Bürgerin hat mir diese tolle Doku übermittelt. Herzlichen Dank dafür!

Die Doku zeigt auf, wie mit der Natur und ohne Gift, gesunder Pflanzenanbau und Ernährungssouveränität betrieben werden kann. Aber leider auch, welches naturvernichtende und gesundheitsschädigende Geschäft dahinter steckt. Ob sich diese Menschen bereits Geld zum Essen auf den Teller legen lassen?

Doku

Wieder ein Beweis dafür, für welche Interessen sich unsere EU-Regierenden einsetzen lassen.

 

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So belebt man Leichenfleisch – zumindest optisch

„Schluss mit der Frische-Illusion durch Sauerstoff!“         

Fleischverpackung

 

Kurzfilm über die Wahrheit von verpacktem „Frischfleisch“.

 

 

Unterschreiben Sie die von „foodwatch“ vorbereitete Kampagne an Frau Ministerin Aigner! Auch für ÖsterreicherInnen möglich. Sie finden Sie, wenn Sie den Titel „Schluss mit ….“ anklicken.

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Der Mensch, die gewinnbringende Entsorgungsmaschine!

„Denn, wir wissen nicht, was wir essen.“

Doku: „Die Tricks der Lebensmittelindustrie“ vom 04.03.13

Tricks der Lebensmittelindustrie

Vor 2 Jahren hat der NDR aufgedeckt, wie der Schinken wirklich hergestellt wird. Nun hat der Sender neuerlich geprüft und ist auf weitere Tricks der Lebensmittelindustrie gestossen.

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Das was auf dem Acker wächst, muss wieder …

 mehr auf den Teller, und nicht in die Tröge der Tiere.“ 

sagt Michael Krons, Tierarzt und Vorstandsmitglied von „Slow Food“ Deutschland

Sehen und hören Sie selbst: Phönix – im Dialog 

Phönix im Dialog

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Eingeschweißt und abgepackt – Alternative zu giftiger Kunststoffverpackung

Dieser Bericht zeigt auf, welche gesundheitsgefährdenden Stoffe in der Kunststoff-Verpackung enthalten sind.

Es gibt bereits Alternativen!

Gegen Ende des Berichtes wird aufgezeigt, dass es auch ohne Gift geht, welche Produkte wir schon in den Regalen giftfrei verpackt vorfinden und wie wir das selbst testen können.

Bericht

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Tiere im Massenstall – Mitgeschöpfe oder Nahrungsmittel?

Einfach zum Nachdenken:

„Was Du nicht willst das man Dir tut, das füg auch keinem anderen zu.“

Sendung „Tacheles“ – Mitgeschöpfe oder Nahrungsmittel?

Sendung kreuz und quer: „Armes Schwein“ – Schweinezucht in Österreich

Unser massloser Fleischkonsum ist vor allem für die Hungersnot bei unseren Nachbarn in anderen Ländern verantwortlich. Waldrodung und Vertreibung von Menschen, Lebensmittelhandel (für Mast und Biosprit) an der Börse. Jeder einzelne Konsument kann mitsteuern, wie unser gemeinsames Leben auf unserem Planeten aussieht.

„Do ka ma halt nix tua!“ oder „Was ka I (!) do scho usrichta?“ Wirklich?

Wenn wir alle bedeutend weniger Fleisch essen, steigen die Chancen bei uns „Pflanzenfresser“ (ein Fleischfresser haben einen kurzen Darm und das entsprechende Gebiss dazu), gesund zu bleiben.

Wir könnten uns leisten, dem Bauer reale Preise für das Fleisch zu bezahlen. Er benötigt weniger bis gar keine Fördergelder aus Steuern. Kann es sich leisten, seine Ställe und sein Umfeld tiergerecht zu gestalten und ist ebenfalls in der Lage Steuern zu bezahlen. Wir könnten hoch qualitatives Fleisch aus lokaler Tierhaltung essen. Keine Antibiotika und Wachstumshormone in Futter und Fleisch, weniger Verkehr, und somit geringere Kosten für Logistik, Pharmazie und Gesundheitswesen.

Viele Maisfelder könnten in Viehweiden umgewandelt werden. Der Boden wäre nicht mehr ausgelaugt und müsste mit Dünger und Spritzmittel vergiftet (in Folge auch das Trinkwasser – s. Korneuburg), sondern könnte auch für Biolandwirtschaft verwendet werden.

Vorarlberg verfügt heute schon nicht mehr über ausreichend Anbauflächen, um uns alle mit Fleisch, aber schon gar nicht mit Gemüse, versorgen zu können!

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Exzessiver Medikamenteneinsatz in der Tierhaltung

Einfach zum Nachdenken:

Kann das viele Fleisch in unseren Theken alles aus Österreich stammen?

oder kommt es auch von da?

„Fleisch essen ist gesund.“ … oder vielleicht doch nicht?

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Bienenprodukt bremst Wachstum von Krebszellen

Bienenprodukt bremst Wachstum von Krebszellen

Die Pharmazie war bereits bei einem Imker in Vorarlberg, der Kapseln aus Blütenpollen, Gelee Royale, Propolis und Honig herstellt, und wollten mit ihm zusammen arbeiten. Sie waren über das enorm positive Ergebnis ihrer Forschung mit Bienenprodukten hoch erfreut. Er habe geantwortet: „Wenn Sie mir ausreichend Propolis besorgen können, sehr gerne.“

Ein gutes Beispiel dafür, wie sich die naturzerstörerische Industrie selbst in ihren (Gier-)Schwanz beißt.

„Macht Euch die Erde untertan!“ Ja, umso schneller kommt Ihr in die Hände dieser Industrie und ins Himmelreich.

 

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