Leserbrief: Monsanto/Politik&Co – korrupte Bande

von Josef Bechter, Gartenstraße 6, Lochau

Wenn Politik und Konzerne Gott spielen, die Natur und Mensch missbrauchen und diese rücksichtslos bis ins letzte Detail vermarkten, stehen dafür vordergründig zwei Namen:

Amerika und Monsanto. Im europäischen Raum ist die EU dafür zuständig. Permanent und massenhaft  erfolgt die Patentierung/Zerstörung von Saatgut, Pflanzen, Nahrungsmitteln, obwohl sich ein internationales Bündnis aus Hunderten Verbänden/Organisationen dagegen auflehnt. Politiker werden zu Volksverrätern, anstatt ihre Rolle als Volksvertreter wahrzunehmen.

Der „Friedensnobelpreisträger“ und amerikanische Präsident Obama hat den so genannten „Monsanto Protection Act“ (auf Deutsch: Verfügung zum Schutz Monsantos) unterzeichnet und somit der Regierung die Vollmacht entzogen, den Anbau und das Inverkehrbringen gentechnisch veränderter Pflanzen zu stoppen. Dieses Gesetz ermöglicht es Monsanto (auch anderen Unternehmen), sich über Entscheidungen von amerikanischen Bundesgesetzen hinwegzusetzen. Kommt z. B. ein Gericht zur Erkenntnis, dass eine gentechnisch veränderte Nutzpflanze, Mensch oder Umwelt gefährdet, so kann Monsanto nicht dazu verurteilt werden, den Anbau dieser Pflanze zu stoppen. Im Gegenteil. Das Gesetzt sieht vor, dass der Landwirtschaftsminister Genehmigungen/Verordnungen erlässt, welche die Fortsetzung des Anbaues, das Inverkehrbringen und weitere Aktivitäten ermöglicht. Das transatlantische Freihandelsabkommen zwischen EU/Amerika wird zeigen, wie viel amerikanischen „Gentech-Mist“ die EU ihren Bürgern ungekennzeichnet oder gut getarnt unterjubeln wird.

 

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Leserbrief: Monsanto-Demonstration in Bregenz – uninteressierte Politik

von Josef Bechter, Gartenstraße 6, Lochau

Genfood macht krank! Unter diesem Motto fand am 12.10.2013 in Bregenz eine Demonstration gegen den skandalträchtigen Saatgut-Konzern Monsanto statt. Ein  Dankeschön an die Sozialökonomische und -politische Plattform der StudentInnen der Fachhochschule Vorarlberg (SÖPPS) für die Organisation sowie an alle Demonstrationsteilnehmer. Aber wo waren die Politiker und Meinungsbildner?

Unser Herr Landesrat für Landwirtschaft/Natur/Umwelt… glänzte durch Abwesenheit, anstatt der Bedeutsamkeit dieses Themas durch seine Anwesenheit Ausdruck zu verleihen. Wortmeldungen wie „Nein zur Gentechnik in Anbau…“ sind zu wenig. Jährlich werden rund 600.000 Tonnen GVO-Soja (Tierfutter) nach Österreich importiert… Was ist am importierten GVO besser als am angepflanzten…?

Wo waren die Landesrätin für Schule/Bildung… und die Lehrer als Pädagogen/Meinungsbildner, da es sich hier doch um ein allgemein wichtiges Bildungsthema handelt? Anstatt dessen schickt man Jugendliche/Schüler nach Brüssel, wo sie zielgerichtet nur die schönsten Seiten der EU zu sehen bekommen, vom dort herrschenden Dilettantismus, den Lobbyisteneinflüssen, von Vertuschung, Korruption und den industriefreundlichen Zulassungsmechanismen für Genfood nichts erfahren.

Die Grünen als angebliche Umweltpartei fanden es ebenfalls für überflüssig, hier in Erscheinung zu treten. Aber was kann man denn von „weniger Belämmerten“ aus dem Politzirkus und anderen Dienern der internationalen Konzernwirtschaft in wichtigen Angelegenheiten schon erwarten.

 

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Leserbrief: „Leere Worte um 5 nach 12“

12.10.2013

Die Koalitionsverhandlungen müssten „auf Augenhöhe“ geführt werden und es sei „Fünf nach Zwölf“, so ÖVP-Landeshauptmann und Landesparteiobmann Wallner in den VN!

Diese zwar schön formulierten aber inhaltlich leider leeren Worte sagen nicht das Mindeste darüber aus, was er zum Wohle der Vorarlberger Bevölkerung einbringen und erreichen will. Oder hat man einmal mehr nur Belange der Partei im Auge?

Die Bürgerin/der Bürger würde sich klare und eindeutige Worte

– zur Bildungspolitik,
– zur Verwaltungsreform,
– zur Beendigung der kalten Progression,
– zum Schuldenabbau,
– zur Autonomie der Bundesländer,
– zur verbindlichen Einführung direktdemokratischer Verfahren,
– zu Offenheit und Transparenz in der öffentlichen Verwaltung
– usw., usw.

wünschen.

Doch nichts von all dem ist und war zu hören! Der oberste Souverän, das sind die Bürgerinnen und Bürger, hat ein Recht darauf, zu wissen, was seine indirekt gewählten Vertreter und „bestens bezahlten Dienstnehmer des Volkes“ in die Koalitionsverhandlungen in Wien einbringen wollen und wo die rote Linie angesetzt ist. Vielleicht wird diese Pflicht zur Information, die eigentlich selbstverständlich wäre, noch nachgeholt? In dieser Hinsicht schlägt es nämlich schon „Dreizehn“!

Lukas Krainer

 
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Politische Gewissenserforschung

Zu diesem Leserbrief in der VN gibt es nichts mehr hinzuzufügen. Lediglich die Adressaten wären zu ergänzen.

27. Mai 2013

Gewissens­erforschung

Ist mit Ihnen, Herr Minister Berlakovich, gut Kirschen essen? Ich bin zwar kein Lobbyist, dennoch würde ich Sie und Ihre EU-Kollegen gerne zum Kirschenessen einladen. Wenn wir Glück haben, trifft es jedem eine Kirsche. Denn das sonst übliche Summen im blühenden Kirschbaum vor meinem Haus blieb heuer aus, ich zählte ganze vier Bienen! Als Alternative hätte ich Ihnen Apfelstrudel mit Sahne aus unserer Dorfsennerei angeboten. Noch (bis zum Inkrafttreten des neuen EU-Saatgutgesetzes) gibt es ja den für Strudel geeigneten „Lederapfel“. Mit der Sahne schaut’s allerdings schlecht aus. Einst war der offene Rahm unserer Sennerei weitum begehrt. Doch kann ihn heute keiner mehr verkaufen, weil die EU unsinnige Investitionen vorschreibt (dasselbe wird auch bei der Vermarktung spezieller Pflanzensorten passieren). Sie sehen, es wird immer schwieriger, regionale Köstlichkeiten anzubieten. Deshalb bitte ich Sie, beim nächsten Kommissions­treffen folgende Fragen zu stellen:

a) Nur wenn’s der Natur gut geht, geht’s auch Bauern und Konsumenten gut! Sind wir imstande, das zu begreifen? Wenn nicht, sollten wir andere ans Werk lassen.

b) Fehlt uns der Mut, mächtigen Konzernen klarzumachen, dass ihre Profitgier dem Wohle der Menschheit entgegensteht? Wenn nicht, warum sind wir dann deren Handlanger?

c) Dürfen wir Entscheidungen entgegen unserer Verantwortung für das Volk – aber im Sinne mächtiger Lobbys – treffen, wenn uns dadurch persönliche Vorteile entstehen? Wenn nicht, warum tun wir’s trotzdem?

Herbert Dünser, Dünser Straße 210, Schnifis

 

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„Ihre Sprechzeit ist zu Ende!“ – Nein, jetzt beginnt sie erst!

Gemeinsame Schule: Mennel WILL ihr Projekt verwirklichen

Wir bitten die Lehrer um etwas Verständnis. Sind wir doch ehrlich. Jeder von uns leidet an Berufsgewohnheiten, die nach vielen Jahren der Tätigkeit schwer sind, wieder loszulassen.

Frau Mennel hatte die Vollmacht, auch Regierende darauf hinzuweisen, dass ihre Sprechzeit im Landtag zu Ende ist. So etwas kann man nicht von heute auf morgen ablegen, wechselt man in ein anderes Fachgebiet. Auch ihr gegenüber ist diesbezüglich Verständnis und Geduld entgegen zu bringen.

Die aktuelle Situation birgt große Chancen in sich. Dazu muss aber die Bereitschaft der Politik vorhanden sein, den unten abgebildeten Weg im 21. Jahrhundert zu verlassen.

Power  2012-12-18 um 14.57.38

Übersetzung: „Wenn wir (die Politik) verstanden und akzeptiert haben, dass es so funktioniert und nicht anders herum, werden wir den Anfang einer Lösung unserer Probleme gefunden haben.

Schaffen es pädagogisch geschulte und erfahrene Personen, Frau Mennel dazu einzuladen, mit ihnen auf Augenhöhe zu diskutieren und ihnen zuzuhören, ist ein erster großer Schritt erreicht.

Frau Mennel, nur weil man Fahrrad fahren kann, ist man noch lange nicht in der Lage, an der aktuellen „Tour d`École“ erfolgreich teilzunehmen oder gar zu gewinnen. Schon gar nicht alleine.

UND schaffen es die Pädagogen im Gegenzug, ebenfalls über ihren Tellerrand zu blicken und ihre Berufsgewohnheiten in dieser Sache abzulegen, ist die Basis für ein konstruktives Miteinander zum Wohle unserer Kinder geschaffen.

Danach gilt es, eine IST-Analyse zu erstellen und dabei besonderes Augenmerk auf die sozial schwächeren Kinder zu legen! Wie Thomas Mittelberberger, Direktor des Gymnasiums in Bregenz-Gallusstraße, am 17.12.12 im Vorarlberg-Heute-Interview richtig erwähnt hat: „Es ist möglich, die schwachen Schüler mitzunehmen, aber es ist kein leichtes Unterfangen.“ So gilt es auch, u.a. all jene Fragen zu klären, die Herr Ulrich Sandholzer Direktor Gymnasium, Feldkirch, in derselben Ausstrahlung, aufgelistet hat.

Zuerst muss die Bereitschaft und dann der Wille zur Arbeit an einem „Gemeinsamen Dritten“, von ALLEN Beteiligten vorhanden sein. Frei von hinderlichen Ego-Strukturen, geleitet von Herzblut und Freude, für dieses wichtige Thema arbeiten und dienen zu dürfen. Aber vor allem in Anbetracht der Verantwortung unserer Kinder und somit unserer eigenen Zukunft gegenüber. Soll es gut werden, wird es dauern und anstrengend sein.

Schnellschüsse Frau Mennel, erzeugen gerne Querschläger. Hoffen wir, dass aufgrund Ihres Vorgehens, noch keiner eingeschlagen hat. Ansonsten diesen zuerst wieder entfernen.

In unserem Land haben wir viele und ebenfalls erfahrene Moderatoren bzw. Mediatoren, die solche Besprechungen und Projekte aus neutraler Sicht konstruktiv begleiten können.

Wichtig ist dabei, dass es Profis sind, die außerhalb des „Vorarlberger Landesinstitutionen-Netzwerks“ tätig sind. Die vollkommene Neutralität allen Beteiligten gegenüber ist Voraussetzung, ansonsten ist der Prozess des „Neuen Miteinanders“ von Anfang an zum Scheitern verurteilt.

Zusätzlich könnte ein Bürgerrat zu diesem Thema einberufen werden. Aber bitte nicht mit dem Zufallsprinzip, sondern mit Eltern aus verschiedenen Lebenssituationen. Sie sind ebenfalls Experten des täglichen (Schul-)Lebens und sollten unbedingt gehört werden.

Agieren wir (auch unsere PolitikerInnen) mehr und mehr im Bewusstsein:

„ICH bin, weil DU bist!“

Das Gemeinwohl-Netzwerk wünscht Euch viel Kraft, Mut zur Offenheit und Ehrlichkeit, frei von Standesdünkel, aber vor allem Beherztheit und Ausdauer!

Allen Beteiligten an dieser Stelle heute schon ein herzliches Dankeschön für Euren Einsatz und Eure Arbeit!

Na dann, auf, auf zu neuen Ufern, gemeinsam und mit der Unterstützung allen vorhandenen Potentials! Gut Ding braucht Weile. Auch noch, oder besonders im 21. Jahrhundert.

 

 

 

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