Österreich´s Untertanen und ihr neuer Kaiser

Die Sissi fehlt noch!

Auszug profil-Interview mit Michael Köhlmeier

profil: Wie erklären Sie sich die überwältigenden Beliebtheitswerte des Kanzlers in sämtlichen Umfragen?

Köhlmeier: Offensichtlich spricht Kurz sehr viele an. Er muss also ein wohliges, warmes Gefühl vermitteln. Wer das bezweifelt, verschließt die Augen. In Österreich gibt es die lange Tradition des Untertanenbewusstseins – verkörpert aber nicht von jenem Untertan, der die Faust in der Hosentasche ballt, sondern von jenem, der ein angenehmes Gefühl dabei empfindet, Untertan zu sein. Dieses Gefühl hat in Österreich schon lange kein Politiker mehr ausgelöst. Menschen, die im Untertanensein geübt sind, müssen daher zwangsläufig das Gefühl entwickeln, Kurz sei begnadet. Er ist auf dem Weg der Demokratie Kanzler geworden, hinter ihm steckt aber mehr als nur die Abgabe einer Stimme in der Wahlkabine.“

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